Home > Tigers > Philippe Amhof 13. Juli 2003, Dreiländergiro
| PILIPPE AMHOF, BÜLACH
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Philipp Amhof, unser Top Shot auf dem Strassenvelo wie auch auf dem MTB kämpfte verbissen und mit starken Nerven sein Dreiländergiro durch. Für die B-Strecke über 137km und 2200hm benötigte er nur 03:48:31 Stunden - aber das ist nicht die ganze Story! Interview mit Philipp vom 15.7.03: Adi: Philipp, was gibt es denn noch zu erzählen wenn nicht Dein Sieg? Philipp: Der Sieg hat mich sehr erfreut, da ich hart darum kämpfen musste. Adi: Aber alle Siege müssen hart erkämpft sein... Philipp: Klar, 15 mal hab ich solche Rennen gemacht, aber diesmal wars ganz anders. Da waren die drei Jungs aus dem Vinschgau, Südtirol. Profis durch und durch, hatten die Gruppendynamik voll im Griff. Sie versuchten mich loszuwerden. Nach dem Start in Nauders bildeten wir bald die vorderste 4-er Gruppe. Mit raffinierten Sprintattacken und Führungswechseln glaubten sie mich loszuwerden. Kaum sprintete einer los, musste ich ran, da ich nicht wusste ob er wirklich ausreisst. Mein Vorteil aber war, ich konnte mithalten, zermürbte aber das gegnerische Team mental. Ich musste auch keine Führungsarbeit leisten, das taten die für mich. Adi: Wie konntest Du das aushalten - immerhin waren es drei gut traininierte Profis, die Dich fertig machen wollten! Philipp: Ja eh, aber ich hab immer bewusst im oberen Leistungsbereich trainiert. Das heisst von Oktober bis Dezember kein Training, nur ausgwogene Nahrung. Das gibt dem Körper Ruhe und Zeit zur Erholung. Dann ab Januar wöchentlich 5 Tage eine Stunde auf der Rolle mit Basisitraining. Im Frühling auf der Strasse oder Gelände zweimal die Woche je einmal Intervalltraining wo ich den Puls massiv fordere und einmal im oberen Leistungsbereich (anaerob) wo ich bewusst die Uebersäuerung der Muskeln in Kauf nehme. Mit dieser Kraftreserve konnte ich dann die Ueberhand gewinnen. Adi: Du meinst, Du hast das Vinschgauer Team geschlagen mit Deinen Leistungsreserven? Philipp: Ganz klar. Den Ofenpass rauf, ging das mit dem Spiel so weiter. Dann das Engadin runter mit 50-60kmh mussten wir aufpassen auf die Strasse. Aber in Martina, wo die letzte kurze Steigun von ca. 7km nach Nauders beginnt, bin ich abgezogen. Sicher, die anderen drei hinterher. Jetzt konnte ich aber die Leistungsreserven, welche ich im hohen Leistungsbereich hatte, einsetzen. Einer nach dem anderen fiel zurück. Mit einer Minute Vorsprung kam ich schliesslich als Erster in Nauder ins Ziel. Adi: Absolut eindrücklich, Deine Leistung! Hut ab. Wie siehst Du Dich am kommenden Sonntag am Bike Masters, wo Du wieder den 75km fährst ? Letztes Mal kamst Du auf den 2. Rang! Philipp: Ich rechne mir dieses Jahr gute Chancen aus auf einen Platz unter den ersten 10. Obwohl Schweizer Meisterschaftsfahrer mitmachen. Die sind nach den SM müde und halten sich zurück. Ich kann mit meiner guten Kondition und dem superleichten Hardtail (8.3kg!) voll Einsatz leisten. Letztes Jahr war mein Fully gut 2kg schwerer.... Adi: Tja, Philipp, wir werden uns sehen in Küblis, ich starte mit den Herren Fun 3 auf der gleichen Distanz. Ich wünsche Dir weiterhin gute Beine und viel mentalen Willen! Link: www.dreilaendergiro.com E-Mail an Philipp: info@birrer2radsport.ch Telefon Geschäft: 01 860 37 58 (Artikel copyright webmaster@buelibiketigers.ch) |
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