Kesch Tour 13.9.2009

(hier gehts zu den Bildern)

Heavymountain - Kesch tour 2009 - 70km - 2300 Hm

Vorweg, das Wetter hat mitgemacht obwohl es am Anfang gar nicht so aussah. Um 9 waren denn auch tatsächlich alle angemeldeten (Günti, Mäse, Dani, Frederic, This, Chrigi und meine Wenigkeit) am Bahnhof Davos Platz vollzählig anwesend. Ich schaute mit gemischten Gefühlen wie die edlen renntauglichen Karbon Esel startklar gemacht wurden. Es war denn auch schnell klar, dass ich die Gruppe am besten von hinten im Blickfeld behalten sollte und so etwaige falsch-abbieger rechtzeitig erkennen kann. Die Idee, dieser Kombination von Karbon und Kondition voraus fahren zu wollen, habe ich relativ schnell verworfen. Wollte natürlich das karbonbehafteten Ego nicht schädigen.

Nach 55 Min waren wir schon im Dürrboden angekommen und hatten unterwegs die Erfahrung gemacht, dass es noch hübsche Bergantilopen gibt die den Bikern (auch denen ohne Karbon) die Gatter offen halten. Es lohnt sich eben manchmal schon etwas langsamer zu fahren.

Der Aufstieg zum Scalettapass war ein mix zwischen fahren / schieben / schwitzen / fluchen / lachen. Auf 2606 müM angekommen musste ich zum Glück nicht allzu lange warten, da die Gruppe schon für die Abfahrt bereit war. Aber einen kurzen Blick auf herrliche Berglandschaft konnte ich doch noch erhaschen und wenn ich mich richtig erinnere waren da auch noch ein paar Bergantilopen, hat This zumindest gesagt.

Die Abfahrt zur Alp Funtauna war am Anfang ganz schön ruppig, hochgebirgsmässig halt, aber vorwiegend fahrbar. Auf der Alp wichen die Bergantilopen den fetten Murmeltieren, auch diese waren aber sehr zutraulich.

Einen Blick auf die grandiose Landschaft, das immer noch passable Wetter und es ging weiter Richtung Kesch Hütte. Bei einem dieser edlen Karbon Esel machten sich aber schon bald die ersten Probleme bemerkbar und es sollten nicht die letzten sein. Namen seien hier keine genannt aber auch die medizinischen Kenntnisse des Besitzers halfen da nicht weiter. Ohne This’es Unterhose wäre nichts mehr zu machen gewesen ha ha. Ausrede des Besitzers – habe da hinten das Hinterrad und den Wechsel im Schlamm versenkt?? Höhenkrankheit - O2-mangel lässt grüssen?? Der letzte Teil zur Kesch Hütte war eine richtige Herausforderung im Sinne – wer fährt am weitesten, denn steiler geht es kaum.

Ich habe mir meine Rösti wohl oder übel „laufend“ verdient aber geschmeckt haben sie alle weil.

Die Abfahrt von der Kesch Hütte bis Chants war einfach genial und auch für mich alles fahrbar, ausser der Abstecher in die Wildnis die Frederic in seinem jugendlichen übermut anging. Mäse konnte unterwegs, dank einem platten Vorderfinken, noch die Vorzüge des unverheirateten Daseins zur Schau stellen (reifen pumpen in Rekordzeit) und schon bald waren wir in Bergün angekommen. Wer meint nach Filisur gehe es nur noch abwärts wurde eines Besseren belehrt und brachte mir und meinem GPS einige Kritik ein aber der Weg war eben doch der richtige. Bei der Abfahrt durch den Wald nach Filisur verabschiedete sich ein weiteres Teil des erwähnten Karbon Esels (Hinterbaufederung) dann endgültig, nicht ganz ohne fluchen des Besitzers, oder waren das medizinische Ausdrücke? (dasschisstmidenaa)

Am Bahnhof Filisur wurden wir noch Zeuge einer längst vergangenen Zeit, eine Dampflok der RhB fuhr gerade ein und vollzog noch eine kleine Show.

Die anschliessenden Trails bis und mit der Zügenschlucht (dank GPS auf Anhieb gefunden) waren einfach genial und herrlich trotz, aber nur meinerseits, nachlassender Kräfte.

Die letzten km nach Davos auf der Hauptstrasse waren für die Gruppe eine echte Herausforderung. Galt es doch zum Einen, der Mohnsteiner-Bier Veruschung zu widerstehen und den eigentlichen Tourguide nicht aus dem Windschatten zu verlieren da er kein Licht dabei hatte und wenn möglich noch vor Sonnenuntergang wieder in Davos ankommen sollte.

Besten Dank für’s mit(voraus)fahren, es war ein lässiger Biketag

Der Tourguide

Thierry

Back to Events