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9. Transalp Bike Challenge 2006

Bericht von Adrian Adi Birrer, Fahrer# 73a BBT II

Die BüliBikeTiger - Teams

BBT I mit
Andi Dähler und Mäse Frei

BBT II mit Adi Birrer
und Cesi Cesal

Hans Meier von Steinmaur (links) fuhr beim Mo-Mo Team mit (Mendrisiotto). Teampartner Bernie schoss die Fotos.

Bericht von Adi

Links: auf Podestmovie von BBT1 und auf die Bildergalerie

Tja, so im nachhinein kann ich mich nicht mehr so genau erinnern - mir fällt ein, dass ich im Aufstieg auf Döss Radond einen Witz über Bill Gates erzählt habe - was sonst noch? Eben, wir fuhren los in Füssen, unterhalb des Schlosses Neuschwanstein und hörten wieder auf in Italien im Gardasee, das Wasser war herrlich kühl und angenehm. So, jetzt hätten wir die wesentlichsten Punkte...halt - die Erinnerung scheint sich zu regen - also nochmals von vorn...

14.7.06 Bülach - Füssen im Allgäu D
Dank der Grosszügigkeit von Mario und Opel Schweiz düsten wir gratis im Opel-Mobil der Marketingabteilung nach Füssen. Driver Katharina (my wife) hatte das Gefährt im Griff, auch eine Pisspause wurde irgendwo in der allgäuischen Pampa eingelegt.

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Opel Schweiz i jedere Beiz - au im Usland! Der neue Opelbus bringt euch an jeden beliebigen Ort der Welt und wieder zurück. Ideal für 6 Passagiere, 5 Bikes und jede Menge Gepäck. Einfach Mario fragen!

15.7.06 Strecke Füssen - Imst, 93km 2700hm
war geil, da wir vom BBT II Team im A-Startfeld starten durften. Offensichtlich hatten sie uns mit dem BBT I Team in die Elite getan. Da standen wir also, Cesi und ich als alte Knacker in der 6. Startreihe, gleich hinter der Weltelite - Cesi getraute sich fast nicht so weit nach vorne. Andi und Mäse zeigten da weniger Berührungsängste und flirteten heftig mit den Klose-Sisters (die am Schluss in der Frauenkategorie gewannen!).

Nach dem Start gings durch die obligate Spalierfahrt durch die Zuschauermenge, immer knapp am Sturz vorbei, weil es war ein gottloses Gedränge um jeden Meter Vorsprung. Vor allem die Amis und die Italos taten sich hierbei hervor. Und das war ab jetzt jeden Morgen dasselbe.

Die erste Etappe blieb mir in Erinnerung, da meine Vorderbremsen quietschte (brandneue Magura Louise Freeride). Nach etwas mechen gings dann aber weiter. Das Tempo jugendlich forsch, schon etwas ungestüm - ich musste irgendwo halb im Hoger massiv verlangsamen, immerhin lagen noch 7 Etappen vor uns.

Originaltext im Messageboard: 
Erste Etappe überlebt, Mensch und Maschinen in Form. Nach Pasta und Protein ab zum relaxen. Wetter heiss. Berge hoch. Gel ein Muss. BBT1 Rang 15, BBT2 Rang 36 (www.transalpchallenge.com). Go Drrrrrrtttz! Adi, Mäse, Andy, Cesi

16.7.06 Imst - Ischgl, 76km, 3240hm
Hmm, ich glaub das gleiche Programm wie am Vortag, kürzer aber höher halt. Da ist viel Mühsal bereits verdrängt worden. Als wir zum Hotel kamen hingen bereits zwei Tigershirt zum Trocknen auf dem Balkon - BBT I waren schon am relaxen (auch das würde sich ab jetzt jeden Tag wiederholen...).
Tja, dann beim Velo putzen fiel mir das Ritzelspiel auf. Cesi mit der gut gefüllten Werkzeugtasche hatte den Ritzelschlüssel dabei - aber die Schraube war gut angezogen. Freilauf putt - muttu neuen holen! Also zum Doctor Bike runter ins Zielgelände in der Hoffnung dass er was flicken kann. Der Ami vor mir kauft ein XT Rad für 150 Euro - das Letzte. Der Bikedoctor kann mir aber ein Shimano LX verkaufen, 90 Euro mit Einbau und Einstellen (wow, sind das EU Preise oder subventionierte?). Um 2100 habe ich mein Bike wieder und kann in die Heia.

Das Messageboard berichtet: 
2. Etappe überlebt, Wetter heiss, Berge höher, Motivation 200%. Kategorie Masters, BBT1 Rang 11 (Gesamt 13), BBT2 Rang 45 (Gesamt 38). 1 Rad Adi futsch, gibt ein neues. Go Dirrrrrrtttzz!

17.7.06 Ischgl - Scuol, 73km 2600hm
Frühstück um 7, unsere normierten Sporttaschen mit allen Habseligkeiten werden ab 7 Uhr im Hotel abgeholt. Also alle Bikeutensilien für den Tag bereits anziehen, einpacken und ab den Zmorge inezieh. Etwas Balast im Magen beruhigt vor dem Start (jedesmal wieder ein Kribbeln im Bauch) und ist im übrigen das einzige Feste für den Rest des Tages. Die Verpflegung wie an jedem anständigen Marathon besteht aus Gel, Riegel, Bananen, Organgenschnitzen, vielleicht Kuchen und viel Wasser, Iso, Tee. Nach dem Zmorge nochmals aufs Bett legen oder (viel wichtiger!) ab_acken. Auch dies wird alles zur Routine, jeden Tag.
Um 8 Uhr Abfahrt ins Startgelände - Andi und Mäse flirten jetzt auch schon mit anderen Weltcup Girls...Cesi und ich freunden uns mit einer Luzernerin an. Sie kam gerade vom Gigathlon Schweiz und fährt jetzt noch den Transalp - easy!
Die Strecke hab ich vergessen, muss wohl schön gewesen sein, das Idjoch mit 2700 MüM war wohl der höchste Punkt. In Scuol fand die Zieleinfahrt im alten Dorf statt. Massen von Bikern und Zuschauern auf dem Kopfsteinpflaster. Hier gabs die besten Sandwiches ever!

Der Tagesbericht aus dem Messagboard: 
3. Etappe überlebt 73km, 2600hm. wieder berge hoch, wetter heiss. mensch & maschine ok. Dank Thierrys Massagetips sind Beine ok. Krasser downhill auf kies und singletrail, wir haben alle überholt...tigerlike ebent. BBT1 sensationell in Kategorie Rang 9. BBT2 auch sehr zufrieden Rang 38 in Kat. Master. Domani Livigno, stai bene, Go drrrrrrtttz tigers, Adi,Cesi,Mäse,Andy

18.7.06 Scuol - Livigno, 78km, 2700hm
Diese Strecke kennen alle von uns. Start in der Altstadt von Scuol, runter über die Brücke neutralisiert (d.h. die Zeit läuft noch nicht, aber 1000 Biker drängen alle nach vorn...) dann gehts über die Zeitmesserlinie und aufi gehts, aufi gehts, aufi gehts. S-charl kommt irgendwann, dann auf dem Pass da Costainas, schon paarmal gefahren, aber immer kommts mit spanisch vor. Cesi und ich cruisen im mittleren Pulsbereich, hat sich bewährt (140 - 145) auf die Dauer. So können wir am Schluss jeder Etappe nochmals Gas geben. Verpflegung am Fuss von Döss Radond. High5 Gel entpuppt sich als Superbooster. Wir fliegen den Hang hoch, Adi ist so überdreht, dass er im Aufstieg Witze erzählt - Ursache zu viel Endorphinproduktion? Die Hochebene rasen wir nur so dahin, überholen alles was da fleucht, dann runter an den Stausee von Livigno, Kies spritzt und Staub liegt in der Luft. Die Einfahrt nach Livigno nicht auf Teer, sondern auf der Weltcupstrecke, sie lässt uns nochmals richtig leiden...Wir sind uns bewusst, dass die Hälfte geschafft ist!

Eintrag Messageboard: 
Heute wieder Mal den Nationalpark gefahren. Heiss und schön wie immer.Ansonsten alles senkrecht. Results: BBT1: Heute 6., Gesamt 7. Rang, BBT2: Heute 51., Gesamt 43. Rang. Stay tuned - go dirrrrrrrt ...

19.7.06 Livigno - Naturns, 116km, 2900hm
Es schwant uns schlimmes - übrigens seit Tagen schlafen wir schlecht, ich meine schlecht. Restless legs Syndrom, wälzen, schwitzen, selbst nasse Tücher auf der Stirn, auf dem Körper helfen wenig - es folgt die längste Etappe und auch eine hohe mit 2900hm. Das Profil zeigt zwei Höger, einer davon geht auf den Umbrailpass RUNTER. Dann endlose 50km fast ebenaus das Vintschgau runter. Tatsächlich weht uns heisse, trockene Mittelmeerluft entgegen als wir ins Vintschgau runterstechen. Da hilft nur noch, dass wir uns einer Loki anschliessen. Ideal vor uns die Spanier mit einer Frau, gutes Tempo, rund ein Dutzend Fahrer bereits hintendran im Windschatten. Cesi und ich schliessen auf und bleiben. Ca. 20km gefahren, in den Apfelplantagen, dann drängen Belgier vorne rein, werden von der Spitze rausgeworfen. Die Belgier ziehen irgendwann ab, Cesi und ich hinterher. Irgendwie müssen wir uns dann doch alleine dem Gegenwind stellen und leiden nochmals gut 10km vor uns hin. Die beiden 200m Hügel sind brutal lang und stressen unsere Beine grad nomal. Dann Ziel, Ende aus! Härteste Etappe bis jetzt, aber die Schlimmste kommt erst morgen...

Eintrag Wandtafle: 
Ye all Tigers! Heute wieder erfolgreich. BBT1 in der Kat. Masters mit Mäse und Andy rückten der Spitze empfindlich nahe mit Tagesrang 5. Morgen dürfte sich die Rangliste ändern und die Prominenz nimmt bereits von den Tigers Kenntnis...Cesi und Adi vom BBT2-Team hielten ihren 43. Gesamtrang Masters. Uns nimmt man/frau bei den Downhills wahr (aber auch uphill sind wir nicht so schlecht). Wetter heisser, Berge noch höher. Heute von Livigno nach Naturns/Nauders warens 120km mit 3150hm, morgen erwarten uns rund 90km mit 3400hm nach Malé (wo ist das eigentlich?). Alle Maschinen running, null problemo, auch kein Platten. So soll es bleiben, stay tuned! Go Drrrrttz, Adi

20.7.06 Naturns - Malé, 85km, 3400hm
Kurz aber oho! Nur 2 Höger, der erste Aufstieg über 15km geschafft, die Hitze macht uns fertig (viel Teer im Aufstieg), oben hauts Adi in die Felsen raus - mea culpa, hab gejufelt. Der zweite Aufstieg aufs Rabbijoch über 35km. Die letzten 800hm ist Fahren kräfteraubender als Laufen, also Laufen. Schlimmer, die letzten 200hm ist tragen angesagt. Was soll ich sagen, wir schaffens natürlich, wenn wir hinter uns schauen, endlose Kolonnen von winzig kleinen Bikern im Tal unten, 100tausend Serpentinen unter uns. Auf dem Downhill hauts Cesi hin, ab jetzt müssen wir also bremsen. Durch die Trockenheit sind die Downhills staubig, mit Bremsrinnen fixiert und grosse, scharfe Steinblöcke springen einem plötzlich an. Weiter unten dann freie Fahrt und die steilste Etappe ist erledigt - hatten mächtig Glück, dass unsere Maschinen noch laufen, keine Schäden durch die Stürze.

In Naturns ist es zu empfehlen, im Hotel/Restaurant Mondschein, ca. 3km ausserhalb Naturns zu essen. Die Spaghetti und das Fleisch sind ein Knüller!

Im Logbuch endet der Tag wie folgt:
krasser tag, krasses rennen, eine spezielle tortur heute. höchste etappe, sturzwetter, aber alles im griff. Bbt1 Tagesrang 6, gesamt in kat. 6. bbt2 tag 58, gesamt in kat. 42 = 1 rang verbessert. Go drrrrttt!

21.7.06 Malé - Madonna di Campiglio, 47km, 2400hm

Diese Strecke war wie eine Hühnerleiter - kurz und steil, dennoch nicht verschissen, sondern irgendwie abwechslungsreich. Ihr kennt die kurzen Strecken, sie sind die schlimmsten. Man fährt rund 40km, ist kaputt wie nach 80 und meint, das Ziel müsse doch jetzt jederzeit vor einem auftauchen - weit gefehlt. Diese Strecke ging eigentlich immer nur hoch über 40km, mit 2 downhills drin. Madonna liegt auf rund 1500m. Die letzten 15km gings nur leicht begab, dazwischen immer wieder so zähe Aufstiege, durch Hochmoore (wäre in der Schweiz verboten), über Skipisten und dann endlich der Zielhang - ich glaubte zu träumen, aber wir fuhren im Zielhang der Ski-Weltcupstrecke nach Madonna rein! Brutal gings runter, breite Wiesennarbe, unbarmherzig in den Wald geschlagen. Der Singletrail in der Mitte der Piste runter schnurgrad, 500m lang, schon ausgefahren wie eine Schiene. Um Stürze zu vermeiden ging man besser ins Gras daneben, konnte dafür Felsen nur schlecht erkennen - also beten dass es gut geht, es ging gut! Tacho 50 die Wiese runter, der Göppel schleudert wild, der Streckenposten unten wedelt wild mit der Fahne - grad noch geschafft, der Teer bringt das Bike zur Räson. Einfahrt endlich in Madonna, einem schönen, aber teuren Retortenort der italienischen Schickeria.

Im Messageboard steht über heute: 
Gestern die kürzeste etappe, 48km aber 24km nur Aufstieg, teilweise Buchbergstyle. bbt2 spürt die belastung und reduziert etwas. Bbt1 schöpften heute wieder aus dem vollen. Resultate wie folgt:
Bbt1 in kat. Tagesrang verbessert auf 5 und kumuliert alle etappen auch sensationell 5. Bbt2 in kat. Tagesrang 70 und kumuliert immer noch 45, was bei 155 teams im 1. Drittel liegt. Hans leidet seit beginn an grippe, d.h. Puls tief, kein power in den beinen, trotzdem immer noch dabei auf platz 86 in kat. Masters kumuliert. Wir freuen uns auf das ziel morgen in Limone am Gardasee! Go drrrrtttt tigers, gruzz Adi & Cesi

22.7.06 Madonna di Campiglio - Limone sul Garda, 115km, ca. 3000hm

Der letzte Trail ins Ziel - heute! Die Beine machen mit, das Wetter und die Bikes auch. Gefährlich sind einzig, dass die ersten 50 km (50!) der Strecke neutralisiert gefahren werden, d.h. es verschieben sich rund 1000 Fahrer auf Hauptstrassen von Madonna nach Cimego runter und vernichten fast 1000hm. Das Problem: viele Fahrer wollen noch einen Platz rausholen und werden überholen wo es nur geht.

Am Morgen kühl aber Prachtswetter. Der gemeinsame Start findet nach Startfenster A, B und C statt, so wie jeden Morgen. Bald hört man nur noch den Wind und das Surren der Pneus auf dem heissen Asphalt. Vor uns, hinter uns, um uns, Farbtupfer von Helmen und Trikots. Bei Kurven oder Engpässen kommt es zu den gefürchteten Staus. Sobald vorne die Hände hochfliegen heisst es stopp - sichern und langsam fahren.

Endlich, der Start in Cimego. Jetzt nur noch zwei Pässe! Der Passo di Rango ist rasch erledigt (im Nachhinein...) dann die Hauptstrasse hoch auf Teer zum berühmten Tremalz-Pass. Sie kommt spät, die Beiz am Passo, aber sie kommt. Dahinter auf Schotter gut 2km rauf zum Tunnelo durch den Tremalzo. Grund zum Jubelschrei, denn jetzt gehts die Serpentinen mit grobem Schotter, scharfen Kanten und ohne Geländer runter (wo wir sonst in der Gardaseewoche uns immer hochleiden)! Staub kitzelt uns, nimmt die Sicht, wir überholen einen nach dem anderen, machen Plätze gut. Gefährlich das sliden um die Kurven, voller Snakebites die mit Steinen gespickte Schotterstrasse. Weiss vom Staub gelangen wir mit rasenden Herzen und Puls 180 an den Passo die Nota wo eine kurze (sic!) Zwischensteigung folgt. Die Beine ringen nach Sauerstoff - wir müssen da jetzt durch - tief Schnaufen hilft!

Endlich der langersehnte freie Fall an den Gardasee, weit unten glitzert er zu uns hoch, ruft und lockt mit seinem kühlen Nass, mit dem Ziel, dem Ende der Entbehrungen. Nichts kann uns halten, den Sirenen des Sees verfallen stürzen wir wie von Sinnen den Kängel runter, steigen nur ab, wo meterhohe Felsen uns den Pfad versperren - wir fahren, stolpern, hasten, rutschen den Downhill Trail runter, welchen sonst nur die Downhiller mit 2 Meter Federweg in Angriff nehmen. Der Höhepunkt aber kommt jetzt, der unendlich lange mit Kopfsteinpflaster angelegte und mit 25% senkrecht fallende Karrenweg. Wer schon mal in der Wüste Wellblech gefahren ist, kennt die Regel: Gas geben und fliegen. Auch hier machen wir Plätze gut, die Bremsscheiben heizen die Umgebung um 30 Grad hoch - hoffentlich halten sie! Hoffentlich hält der Lenker, die Gabel, die Speichen!!

Wo ist das verdammte Ziel? Sie führen uns Bächen entlang, gesäumt von grillenden Italienern, durch vornehme Gärten mit fein getrimmten Rasen, Hilfe wo sind wir? Aber dort blendet der See, ENDLICH auf dem Strand angekommen, die Zielgerade 200 Meter im Kies, dem See entlang. Leute klatschen begeistert, ich erkenne kurz Katharina, die uns begeistert zujubelt. Vor uns, hinter uns kein anderes Team, Cesi und ich fahren gemeinsam durchs Ziel, der Sieg ist unser!

Der Tageseintrag im Messageboard:
heute schlussetappe erfolgreich erledigt. bbt1 platz 5 bestätigt trotz 2 platten und gabelschaftrohrbruch bei andi. bbt2 besser als gestern, Rang 45 von rund 155 in kat. master gehalten. jetzt dank kates ambassador-service mit autobus gesponsert von opel schweiz (mario sei dank!) sind wir jetzt i dä möscht im centrale in torbole. gruss an alle tigers/ress und supporter, von den transtigern Adi, Cesi, Mäse, Andi

22.7.2006, Die Ehrung für BBT I

Am Ziel warten bereits Kate unsere Chauffeuse, Mäse und Andy. Wir sind hocherfreut alle von uns wohlbehalten und proud wiederzusehen. Cesi, Adi und Kate stürzen sich in Kleidern mit Wonne in den einladenden Gardasee in Limone - herrlich!

Kate holt den Opel Transporter vom nahen Parkplatz (hat sie geschickt gemacht) und wir laden die Bikes mal ein. Die Taschen sind abholbereit in Limone. Geschickt schlängelt sich Kate mit dem grossen Wagen durch den italienischen Verkehr und los gehts via Riva del Garda nach Torbole am Nordufer. Dort steigen wir im Hotel Aurora ab (die wollten unsere Bikes nicht mit aufs Zimmer lassen, aber wir hatten ja die schwarzen Biketaschen dabei), welches uns von Tamara vom Hotel Santoni, vis-a-vis (unser Stammhotel in der Gardaseewoche) organisiert worden war. Duschen und gleich ins Centrale im alten Dorfkern wo wir den Tisch mit Pasta, Insalata mista, Pizze und Bier, Wasser etc. vollbeigen, bis der Kellner reklamiert dass es keinen Platz mehr habe um anständig zu essen...

Am Abend dann grosse Party wieder in Limone. Per Opel-Bus dahin, Parkplatz haben wir gerade einen gefunden und ab an den Strand. Die Massen sind schon da, Festbeiz, Bier, Aussteller, Bühne alles da. Wie immer steht man beim Essen an, wir holen uns erst mal Bier.

Für mich ist klar, die BBT I könnten auf die Bühne (darum hab ich auch ein Tiger-Trikot eingepackt für Andy, welcher seine eigenen schon weggesteckt hat). Na ja, es kam dann auch so, bei der Preisverteilung der Damen wurden die ersten 5 Teams auf die Bühne gerufen. Mäse fing schon an zu schwitzen und Andy wurde ganz zappelig. Da! Der Aufruf 'and now the fifth place for the guys from Switzerland, Andy Dähler and Marcel Frei!!', schon stoben sie auf die Bühne, Handshake da, handshake dort, das Publikum klatscht begeistert, johlt und fotografiert was das zeug hält. Ein wahrer Triumph für unsere BBT I Helden!

Gruzzz und Go Drrrrttttttzzzz!

Adi, im August 2006

+++

Etappen

Etappe 1 Füssen - Imst
Länge: 93.5km
Höhenmeter: 2.733m
Pässe: Jägeralpe 1.413m, Dirstentrittkreuz 1.844m
Beso: Dirstentrittkreuz mit Traumpanorama über den Fernpass zur Zugspitze.

Etappe 2 Imst - Ischgl
Länge: 76,1km
Höhenmeter: 3.242m
Pässe: Venetalm 1.976m, Pillerhöhe 1.559m, Almstüberl 1.382m
Beso: Venetalm mit tollem Blick ins Pitztal

Etappe 3 Ischgl - Scuol
Länge: 73,78km
Höhenmeter: 2.619m
Pässe: Idjoch 2.737m, Kobleralm 1.983m
Beso: Idjoch mit hochalpiner Landschaft überhalb von Ischgl

Etappe 4 Scuol - Livigno
Länge: 78.01km
Höhenmeter: 2.717m
Pässe: Pass da Costainas 2.251m, Val Mora, Döss Radond 2.234m, Passo Alpisella 2.290m
Beso: Landschaftlich schönste Strecke durch das Val Mora und zum Lago San Giacomo di Fraele.

Etappe 5 Livigno - Naturns
Länge: 118,85km
Höhenmeter: 2.909m
Pässe: Passo di Val Trela 2.295m, Bocchetta di Forcola 2.768m
Beso: Bocchetta di Forcola mit Superblick in die Gletscher des Ortler und zum Stilfser Joch. Auf dieser alten Militärstraße hat im ersten Weltkrieg der italienische König Victor Emanuelle seine Truppen mit dem Auto besucht (heute nicht mehr mit dem Auto befahrbar).

Etappe 6 Naturns - Malé
Länge: 85,21km
Höhenmeter: 3.427m
Pässe: Naturnser Alm 1.939m, Rabbijoch 2.467m
Beso: Rabbijoch mit tollem Blick bis in die Dolomiti di Brenta und mit einer Traum-Trailabfahrt.

Etappe 7 Malé - Madonna di Campiglio
Länge: 47,55km
Höhenmeter: 2.411m
Pässe: Bolentina 1.215m, Rifugio Orso Bruno 2.148m
Beso: Rifugio Orso Bruno mit Superpanorama in die Dolomiti di Brenta.

Etappe 8 Madonna - Limone sul Garda
Länge: ca. 115km
Höhenmeter: ca. 3.000m
Pässe: Passo di Rango 1.326m, Passo Tremalzo 1.863m
Beso: Passo Nota, Passo Tremalzo, legendärer Bikerpass mit Traum(a)abfahrt zum Lago.

Dokumentationen

See Podestmovie vom BBT I Team Andi und Mäse (10MB, mpg4-format)

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