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Marmora-Vernetti, Piemont, 11.-18. Juni 2008 |

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| Lukas Stöckli | Theo und Bruno Spühler (Assistant Guides aus Rafz) |
Aktueller Bericht von Philippe Matter, 5. Juli 2008
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Blüemli & Cappuccino, Büli Bike Tigers im Piemont, 11. - 18. Juni 2008 Darf es zur Abwechslung Piemont sein? Nach 5 Jahren am Gardasee wollten wir uns anderen Bergen und Trails widmen. Die Wahl fiel auf das Bike Camp von Lukas Stöckli im Piemont. Trails, Trails Trails ohne Ende! Mit einem Bus voll BBTs und einem Anhänger voller Bikes ging es in zügigem Tempo durch die Alpen um in den Westalpen in Vernetti, einem Seitental vom Val Maira Quartier zu beziehen. Vernetti ist wunderbar idyllisch und ist idealer Ausgangpunkt für ausgedehnte Bike- und Wandertouren und nur das! Niente Gelatteria, niente Ragazzi, kein Flanieren… 1. Tag, Mini-Pizzatour, Start 16:30 Nicht wie in den Jahren zuvor, doch auch hier ging es bergauf. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch unsere „Pizza“-Pläne. Nach knapp einer halben Stunde Aufstieg ermahnte uns Lukas umzudrehen da sich die Wolken über uns zu einem Gewitter zusammen stauten. Nach einem kurzen Downhill waren wir wieder in Vernetti wo es dann auch schon zu regnen begann. Fazit: Schon am ersten Tag bewies uns Lukas wie genau er die Region und deren Wetter kennt. 5 km, 400Hm 2. Tag, Gardetta Hütte Die am Vorabend besprochene Route wurde in zwei Gruppen in Angriff genommen, eben Blüemli und Cappuccino Gruppe. Gestartet wurde gestaffelt, Blüemli zuerst, Cappuccino eine halbe Stunde später. Die ersten Höhenmeter ging es auf asphaltierter Strasse hinauf auf die Gardetta Hochebene. Eine karge Steinlandschaft. Dort oben wimmelte es von Murmeltieren welche unsere Anwesenheit unterschiedlich verarbeiteten. Es ging an der Gardetta Hütte vorbei auf einen Pass Ciarbonet. Dort oben war es eher kühl und windig, garstig um es richtig auf dem Punkt zu bringen. Es lag teilweise noch Schnee welchen es zu überqueren galt. Nun gut, dafür ging es von dort eine Schotterpiste hinunter in Richtung Val Maira. Bei einem Zwischenhalt nach dem Gröbsten wurden die Wunden gezählt. Walti hatte beim Versuch zu Fuss den Abstieg zu bewältigen sich den Fuss verstaucht (war doch alles fahrbar oder?), Mäke musste nach einem Abflug seine Scheibenbremse richten, Hans wollte nicht mehr (Blüemli). Von hier ging es mit 2 Mann weniger auf den nächsten Pass mit anschliessendem super downhill. Der hatte es in sich. Jeder versuchte auf seine Art und Weise auf dem Fahrrad zu bleiben. Wunderschöne Abfahrt inmitten eines Pinienwaldes. Nach diesem schier unaufhörlichen downhill trennte sich die Gruppe abermals um noch eine Schlaufe ranzuhängen, Cappuccino eben. Nach und nach trafen alle wieder in Vernetti wo der Dorfbrunnen zu Sammelpunkt wurde. Am diesem Abend lud die Sonne noch zum verweilen ein. Es sollte das letzte Mal gewesen sein. Fazit: 1600, 2000 und 2300 Hm, 45, 55, ?? km je nach Leistungsstufe Charly wieder mal mit Plattfuss Rekord (2 Stück), gefolgt von Cesi, krumme Scheibe von Mäke und ein humpelnder Walti. Nicht übel für den ersten Tag! 3. Tag, Colle di Sampeyre und Colle di Bicocca Blüemli & Cappuccino Gruppen in umgekehrter Reihenfolge. Es ging über alte Militärpfade hoch zum Colle di Bicocca. Hier oben vereinten sich die beiden Gruppen wieder. Es war saukalt. Leider konnten wir die geplante Route nicht fahren, da zu viel Schnee lag und 1km über Schnee zu Laufen war nicht angebracht. Nach einer kurzen Besprechung teilte sich die Gruppe kaum wiedervereint wieder. Beide fuhren ins Tal nur eben in entgegen gesetzter Richtung. Einmal Val Maira, einmal ins parallel Tal schon fast Frankreich. Die Fahrt runter nach ging sehr schnell auf einem sehr schotterigen Weg. Dabei überfuhren wir fast ein Murmeltier welches sich auf dem Weg sonnte. Na ja ein wenig Herzklopfen wird es wohl gehabt haben……. Im Tal angekommen ging es zurück wieder hoch nach Vernetti die üblichen 300 Hm zum Abschluss. Dies artete meist in einem Verfolgungsrennen aus. Kein Prozent normal! Fazit: 2160, 3300 Hm, 60 resp. 100 km Charly baute seine Führung was Plattfüsse angeht auf 5 aus und bescherte uns mit einem Filmreifen Abgang,…… autsch!!!! 4. Tag, Colle Intersile Heute ging es direkt hinter unserem Haus hoch. Es hatte abgekühlt und die langen Kleider wurden angezogen. Auf der Höhe angekommen sahen wir alle umliegenden Gipfel mit einem Zuckerguss überzogen. Also doch es hatte geschneit! Nun ging es durch eine nasse Wiese hinunter einem Fluss entlang bis nichts mehr ging. Keine Brücke aber der Trail ging nur auf der gegenüberliegenden Seite weiter. Andi und Bruno zogen wagenmutig deren Schuhe aus und setzten zu Fuss durchs kühle Wasser! Drüben angekommen fanden sich Baumstämme welche bei der letzte Flut mitgerissen wurden. Hiermit wurde ein Übergang konstruiert. Jedes MTB wurde übersetzt und zum Schluss war die Teamübung erfolgreich abgeschlossen. Andere Zahlen viel für Team Bildungs- Workshops, bei uns war das alles inklusive. Wie auch immer unsere Schuhe waren nicht mehr trocken da wir weiterhin durch Wasserläufe und Sumpf mussten. Doch die Schönheit der Landschaft und des Trails liess und das vergessen. Es war Magic. Der Downhill wollte keine Ende nehmen bis Bruno seinen Wechsler abriss und inmitten eines Trails uns eine Rast bescherte. Behelfsmässig repariert ging es runter nach Macra bis nichts mehr ging. Endlose Trails! Dort musste sich Bruno verabschieden und wurde von Theo und Jolanda (Frau von Lukas) nach Hause begleitet. Lukas hatte für uns noch einen Leckerbissen bereit. Nach einer rasanten Fahrt auf der Talstrasse runter nach San Damiano ging es steile und schotterige 500Hm wieder hinauf. Lukas versprach uns das sich jeder dieser Höhenmeter lohne. Er hatte recht. Doch bevor wir den Abstieg in Angriff nahmen gab Dr. Feelgood den Pinguin Witz zum Besten. Nun wissen wir warum Ina ihm verboten hatte diesen im Restaurant zu erzählen. Den Trail, den er noch mit kaum jemanden befahren hat, ist unbeschreiblich. Der Höhenkurve folgend (mehr oder weniger) ging es über schmale Schotterwege hoch und vor allem runter. Die Schlüsselstelle ist der Kamm ein unbeschreibliches Gefühl, ein Kamm eben. An einer Stellen mussten die Fahrräder über eine Felswand händisch hinunter hieven. Nicht fahrbar. Schwindelfrei sollten wir sein. Wir sind es,…. Obwohl ich nicht weiss wie das der Andy gemacht hat! Well done dude! Der Trail ist die absolute Wucht und sollte dringend noch einmal befahren werden….. Fazit: 1700, 2050 Hm, 45, 58km Minus eine Sram X-0 und Mäse nahm mit 2 Platten die Verfolgung von Charly auf 5. Tag, Colle di Esische, Colle dei Morti, Gardetta Hochebene, Solgelio Bue Hier gings gleich hinter dem Haus hoch auf Asphalt 1200Hm Richtung Colle di Esische. Start war für Blüemli um 08:00! Nach knapp 2 Stunden waren wir auf dem Passo Cueno wo das Denkmal von Pantani steht. Es war auch heute wieder eher frisch. Dort angekommen ging es über die Hochebene über Schneefleder und Wiesen wieder in Richtung Gardetta Hütte doch diesmal fuhren wir wieder in Richtung Vernetti um auf halbem Weg wieder hoch zu fahren diesmal auf den Passo Solgelio Bue. Eine 800 Hm steiler langer Anstieg. Steil, steinig und zu guter Letzt nur noch mit dem MTB auf dem Rücken zu bewältigen. Oben angekommen ging es auf der anderen Seite runter ins Valle Maira. Wunderschöne Abfahrt durch einen Pinienwald. Im Tal angekommen gab es noch drei die wollten es wissen. Dem Lukas machte dies wohl nichts aus, er hatte immer genug „Chörnli“ auf Lager. Die „Vernünfigen“ versuchten sich in einem Kaffee / Restaurant zu verpflegen. Deren Vorräte and Cola und sonstigen Softdrinks war schnell erschöpft. Dafür gab’s Kuchen und Cappuccino. Von dort ging es auf Trailsuche durch Gebüsch Wiesen und Geröll. Irgendwie haben wir wieder auf die Strasse zurück gefunden. Dann hiess es eben die 300Hm nach Vernetti wieder in Angriff zu nehmen. Fazit: Technische Daten unbekannt, alle sind heil zurück gekehrt und freuten sich auf das Nachtessen 6. Tag, Single Trail Day Runter ins Tal schon mal zu beginn die am Vorabend verdienten 300 Hm vernichten, so shall it be…. Cappuccino gingen eigene steinige Wege, und die Gruppe Blümchen ging dich die Elvaschlucht hinauf nach Elva und weiter nach Der Aufstieg war wunderschön. Immer höher und tiefer wurde die Schlucht. Durch etliche Tunnels und dem Abgrund entlang erreichten wir unser Zwischenziel. Dort ging es auf sehr weichen Untergrund inmitten von Nebenschwaden hoch zur „Kapelle“. Diesen Trail kannten wir. Runter runter endlos runter. Über Wurzelstöcken Absätze immer wieder die Strasse überquerend bogen wir kurz vor erreichen des Tales in Richtung Tal auswärts auf einen einmaligen Singletrail ein. Dieser ist gemäss Lukas endlos und schlängelst sich der Höhenkurve entlang. Sagenhaft schön. Leider mutete das Wetter eher wie Oktober / November als wie Juni an. Dies konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Es ging noch gut 1 Stunde weiter und immer weiter auf diesem Trail, entlang von steil abfallenden Flanken wieder durch Ortschaften. Am Ende wieder im Tal haben wir uns mit Gruppe „Sauschnell (Cappuccino) wieder vereint. Wie gehabt die einen wollten noch mehr die andern entschieden sich in Strassefahr manier wieder talaufwärts nach Vernetti zu fahren. Fazit: ..... alle Happy! 7. und letzter Tag, Borgota Strada Napoleonica, Basura Trail Wieder hinter dem Haus ging es hoch um den berühmten Basura Trail zu fahren. Landschaftlich wie trailmässig unbeschreiblich schön. Steiler downhill. Da es in der Nacht ausgiebig geregnet hatte war die Unterlage entsprechend herausfordernd. Leider bekam das Simon durch einen spektakulären Sturz voll zu spüren. Fazit: Die einen mit mehr die Anderen mit weniger Hm und km, ein gebrochener Helm und ein Simon der den Massage Service (Physiotherapeutin) in Anspruch nehmen musste. Piemont hat sich als wahre Schatzruhe für Single Trails und Alpines Mountain Biking entpuppt. Mit Lukas als sehr ortskundigen Guide hätten wir all diese Erlebnisse nie gehabt. Das Essen und die Unterkunft sind ideal. Leider hat uns das Wetter abermals nicht optimal unterstützt aber dies tat unsere Stimmung keinen Abbruch. Die neuen Tigertrikots wurden somit ehrenvoll eingefahren. Gemäss Lukas soll es in der Region gut 1000km Trails geben. Ich finden wir sollten ein paar dieser Kilometer noch erkunden. Und das mit dem Bus, unbedingt für die nächsten Jahre wieder zu empfehlen (zum Glück haben wir Raucher in unseren Reihen sonst wären wir wohl durchgefahren). Piemont BüliBikeTigers:
und die Rafzerfeld Tigers:
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Links
Piemont Bikecamp von Lukas Stöckli (Gipfelstürmer): www.lukasstoeckli.ch
Piemont Bikezentrale Pensione Ceaglio: www.mtb-piemonte.it
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