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Les Tigres en France

vom 1. - 8. Mai 2004

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Bericht von Adi, Webmaster BBT

Ich hatte es mir klar wärmer vorgestellt - Südfrankreich! Da denken wir nördlich der Alpen an heisse Sonne, staubige Felder, Blumenwiesen und Steinhaufen. Nun, die Steinhaufen gabs in Form von alten Gräbern (Dolmen) und auch flach ausgerichtet in Form von antiken Römerstrassen, welche durch dichte, unpassierbare Eichenwälder führten. Asterix und Obelix waren nicht zu sehen, dafür Wildsäue (echte und solche auf Bikes).

Angeführt von Stephan, dem Toggenburger Chef-Guide und Mechaniker welcher ganzjährig in der Domain du Frigoulet stationiert ist, flitzten wir über Singletrails mit Namen wie 'Weihnachtstrail' (da am 25.12. aus dem Eichenunterholz gehauen), dem 'Hasentrails' (weil die Geschichte geht, dass einmal ein Hase auf dem Trails sass und vor dem heransausenden Bike davonrannte - leider konnte er weder links noch rechts weg, da alles dicht mit Hecken und Dornen gesäumt war, selbst oben war alles zugewachsen), dem "Le Crottes Downhill" (derjenige wo wenn einem die Hände schmerzen die Hälft erreicht ist), dem tricky Dolmentrail, wo man technisch um Steine kurvt, die wie Messer aus dem Boden ragen und (le dernier cri) 'Gotthardtrail' (welcher wie eine Röhre total aus dem blickdichten Unterholz geschnitte ist. Mit Breitlenker reichen grad noch 2 cm bis zu den dornenbewehrten Ästen - und das auch von oben notabene, sonst wärs kein challenge).

Das mehrheitlich kühle und feuchte Wetter machte uns nicht zu schaffen, ausser, dass es ab und zu schlammig war. Schlamm und Lehm von der zähen, klebrigen Sorte. Man würde elend ersaufen drin, wenn es tief genug wäre. Sonst aber zum Biken ideal. Die feuchten Steine und Wurzeln liessen die Haftung rapid schwinden, unsere Sinne jedoch stärken. Wie junge Götter sind wir mit der Zeit die bollensteinbewehrten Downhills runtergefräst, immer mit dem Wissen, dass die Pneus irgendwann wieder Grip fanden. Es fand sich aber auch mal ne antike Ledernähnadel in Chrigels Pneu - ein Mordsding (siehe Photo)!

Das Land war hügelig aber nicht bergig. Dafür reichte es für Touren von 50 - 90 km täglich. Der Ausflug mit Aufstieg über den Col du Baravon auf den 'Dent du Rez' (719 M.ü.M) war intensiv und oben angekommen fand auch die Gruppenfoto statt - der Aufstieg in etwa vergleichbar mit dem Monte Tamaro im Tessin, aber kürzer. Ein Abstecher auf den Funkhügel 'Sampzon' und wir hatten schon bald alle Höhenzüge rund um das Hotel erfahren.

Sehenswert die alten Dörfer mit schönen Namen wie Vagnas, La Bastide de Virac, Les Crottes, Vallon Pont d'Arc, Salavas, Barjac oder Orgnac l'Aven. Im Letzteren ist ein nationales Monument eingerichtet, die Grotten von Orgnac. Ein Labyrinth von Gängen und Domen, welche bis zu 30 Meter hohe Gewölbe sind, mit zig-meter hohen Stalagmiten und Stalaktiten (hängend). Die Ewigkeit zum Anfassen - 2mm Wachstum in 100 Jahren. Auf dem Weg noch die kleine Kapelle 'Notre Dame de la Songe' eine kleine Kapelle, welche zu einem verlassenen Bergdorf gehört. Und traurig auch die Geschichte eines andern kleinen Dorfes, in welchem alle 16 Bewohner von Nazis aus Rache gegen die 'Résistance' exekutiert wurden. Einige von uns paddelten am freien Mittwoch nachmittag die Ardèche runter. Ein Boot ersäuften sie fast, dennoch sei es ein tolles Erlebnis gewesen...

Doch genug der Sehenswürdigkeiten und Geschichten - wohl ist uns auf dem Bike und am Abendessen. Französische Fünfgänger sind keine Velos, aber feine Dinners mit 'Amuse Bouche', Salat, Hauptgang, Käse, Dessert und dann Kaffee. Dazu französischen Rotwein aus der Region - hat jemand abgenommen? Wohl kaum, denn auch die Sandwiches welche wir jeweils für den Zmittag mitnahmen waren ca. 500 meter lang und gepflastert mit Schinken oder Käse und Tomaten. Der feine Service war bewundernswert, nicht zuletzt dank dercharmanten 'Kristina' (siehe Foto), der sächsischen Kellnerin und Bardame.

Das Hotel 'Domain du Frigoulet' ein erweiterter alter Bauernhof (la Ferme) hielt was es im Prospekt versprach. Zimmer, Anwesen, Bikegarage, Aussenanlagen, Pool, Pflanzen, Bikepark, Beachvolleyballfeld, etc. alles da, alles neu. Der Besitzer, der Schweizer ex Querfeldeinprofi Hansruedi Büechi erzählte uns vom Bau - total abenteuerlich das alles. Doch er hat eine gute Nase gehabt. Die Gegend ist attraktiv zum Ferien machen, zum Biken und Touren.

Die Crew ist gut, vor allem die Guides und da speziell Stephan verstehen ihr Geschäft bestens. Dank an die Crew und Stephan für die tadellose Betreuung auch zu off-hours und in kritischen Situationen!

cu again and happy trails

Büli Bike Tigers

Kontakte

Domain du Frigoulet - Inhaber Hans-Ruedi Büchi (ex Querfeldein-Profi).

Reservation

Domaine du Frigoulet, Postfach 27, CH 8472 Seuzach, Telefon +41 (0)52 335 13 10
E-Mail: frigoulet@suedfrankreich.ch
Internet: www.suedfrankreich.ch

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