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Die BBT in Gardasee,
18. bis 24. Juni 2003

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Aktueller Bericht von Philippe Matter, 26. Juni 2003

BBT Gardasee 2003 ... oder bike 'n dine!

Um es mal vorweg zu nehmen, die BBT sind doch alle voll Scheizen! Kaum angekommen es war 12:30 Samstag Nachmittag, Sonnenschein, so richtig um eine Pizza essen zu gehen. Wir waren ja auch schon seit 06:00 unterwegs. So weit so gut. Treffpunkt 13:00 in Montur und Bike vor dem Hotel. Ziel eine Pizza vor einem lockeren Einfahrnachmittag! Also Leute unter einer Pizza verstehe ich soviel wie eine runde Teigmasse wird mit allerlei Zutaten wie Sugo, Käse, Pilzen etc belegt und dann in den Ofen geschoben und nicht 1000 Höhenmeter, knapp 10km in 75 Minuten!!! Dies zum Thema "wir gehen mal kurz ne Pizza essen". Voll Scheizen!

Na ja nach diesem Einfahren war allen die Lust auf eine Mafiawähe vergangen und stattdessen wurde auf der Piazza in Arco kräftig Bier getrunken, irgendwie auch Nahrung. Und wer jetzt glaubt, das wir nun in Zeitfahrermanier auf flacher Strecke uns wieder in Richtung Hotel radeln ...? Da kam doch jemand auf die Idee noch ein paar Höhenmeter zu fahren, um es genau zu sagen es waren deren 300! Das Hopfengebräu war innert kurzer Zeit verschwitzt!

Fazit: keine Pizza, Pannini mussten herhalten, 1300 HM und ein paar km

2. Tag, 19.6.03

Monte Altissimo, in Mosers Bike Buch als Extreme Tour beschrieben, was den sonst......Start 10:00, vom Hotel aus ging es schnurstracks in die Höhe. Für gut 2 ½ Stunden + wurde der Monte Altissimo erklommen, Tragepassagen inklusive. Oben angekommen wurden wir von einem kühlen Lüftchen empfangen, wir waren ja schliesslich auf fast 2000 MüM!

Entsprechend mussten wir dann ebent diese 2000 Meter wieder abrotzen! Kein Problem für die BBT. Es wurde dies ein erster Eindruck von "am Abgrund fahren".

Fazit 2. Tag 2050 HM und 45 Distanz.

3. Tag, 20.6.03

Tremalzzo, Mosers Bikeguide, die Touren 32 –34 oder so ...???

Am Anfang ging es mit dem Schiff vom Torbole nach Limone. Sehr schön! Bei der dortigen Ankunft wurden wir von vielen Leuten freudig empfangen ,..... bis wir merkten, dass die eigentlich nur aufs Schiff wollten und nicht wegen uns dort sind. Limone wäre eigentlich ein Besuch wert wären da nicht Olek und Bolek (Heinz & Walti) Die drängte es natürlich wieder in die Höhe. Limone - Vesio, eine unangenehme Strecke. Asphalt, steil, heiss und überhaupt...! Von dort ging es in weniger steilem dafür zügigem Tempo in Richtung Tremalzzo Pass. Dieser bäumte sich immer deutlicher und bedrohlicher vor uns auf! A riesn Berg! In stetigen Serpentinen, anfänglich noch einigermassen planiert, jedoch mit zunehmender Höhe immer mehr Schotter haben wir den Pass endlich erreicht. Ist der Biker mal oben kann er schon ein wenig stolz sein und dafür die Aussicht geniessen. Urs bisch e harte Cheib. Bravo!

Nach einer kleinen Erfrischung im Passrestaurant ging es auf wunderschönen Waldwegen in Richtung Lago di Ledro. ... und dann war es doch der Heinz, welcher sich in Reifen wechseln und Pneu aufpumpen üben wollte. Schliesslich hatte er ja seit zwei Jahren keinen Platten mehr! Insgesamt vier mal durften wir den geschickten Händen von Heinz zusehen. Eine Freude!

Nach dem Lago ging es einen vermeintlich tollen Weg hinunter in Richtung Riva del Garda ... oder doch nicht? Ebent nicht! Es gab eine kleine Zusatzschlaufe, so dass wir kurzerhand resignierten und auf dem Asphalt in Richtung Gardasee fuhren. Ein kleines downhill Spektakel gab es dann im letzten Teil der Fahrt. Kaum fahrbar für die einen, man konnte den Charly streckenweise fluchen hören, und herausfordernd für die Anderen, erreichten dann alle heil die Seestrasse welche uns via Riva del Garda zurück ins Hotel führte.

Fazit: 2000 HM, 58 km, 4 Schläuche Heinz , 1 Urs

4. Tag, 21.6.03

... es regnet!

Wir entscheiden einen Ruhetag einzulegen und unseren Schläuchen (Beine) ein wenig Erholung zu gönnen. Die einen gingen ins Einkaufszentrum die anderen Bummeln und Mittagessen.

Nach Salat, Pizza und Vino rosso ging es zurück ins Hotel. Inzwischen hatte sich der Regen verzogen und die Sonne schien wie bisher in ihrer ganzen Pracht.....! Ebent biken war wieder angesagt. Los ging es mit Pizza und Wein im Magen .. na ja es ging schon mal besser. Entsprechend wurde die Tour gemütlich.

Fazit: 680 HM, 38km

5. Tag, 22.6.03

Irgend so ein Berg im Hinterland war angesagt.

Unter der Leitung von Walti, es sollte orientierungsmässig nicht sein Tag werden, ging es via Arco hinauf in die Höhe. Zuerst auf Asphaltwegen, gefolgt von Waldwegen ging es immer in dichteres Gelände. Vorbei an kopulierenden Menschen ging es immer höher bis wir eine alpähnliche Anhöhe erreichten. Der Höhepunkt (geografisch) war erreicht. Walti versprach uns eine tolle Abfahrt, zumindest so hat er sich dies aus dem vorhandenen Kartenmaterial herausgespürt. In der Tat! Nach einer rasanten Singletrail-Abfahrt wurde der Tross zwecks Orientierung angehalten. War's das schon? Der Walti kam wieder ins Spiel. Nach gewisser Konsultation mit einigen Tigers wurde der Rückzug angesagt. Wir liefen zurück und fanden dann endlich die verpasste Abzweigung. Los gings.... und immer dichter und unwahrscheinlicher wurde der Weg. Die Abstände zwischen den Beratungen wurden kürzer. Tja Walti! Jedenfalls haben die BBT in diesem Gebiet quasi einen neuen Singletrail geschaffen oder besser gestampft. Und wieder ging es zurück, neue Orientierung. Immer mehr BBTs beteiligten sich an der Wegsuche. Wir fanden endlich die richtige Abzweigung und was für ein Abstieg!

"S'chönnt den no e chli Steil wärde" hiess es von Walti. Es wurde! Nahezu freier Fall. Diesen Weg konnte nur mit Bergsteigerausrüstung überwunden werden, fest installiertes Stahlseil inklusive!

Abermals wurde über mögliche Ausweichroute gefeilscht. Masterplan B wurde entwickelt.

Auf dem gleichen Weg ging es zurück zuerst Waldwege gefolgt von dichtestem Gehölze wieder auf zivilisierte Asphaltstrassen.

"... dann war doch noch dieser Abzweiger...!" Walti hatte inzwischen seine Orientierungsstrategie voll auf die Ausschilderung verlegt. Alles halt!, kurzer Karten Check (nur so zur Sicherheit) ... " .. nur noch 300 Meter" tönte es von Walti. Ja der Walti. Ob es sich nun um 300 Höhen Meter oder Distanzmeter handelt hat er uns nie verraten, wir sollten es selber merken. Nach etwa 20 minütiger Bergfahrt auf welcher der Stefi sich seiner Flüche entledigen konnte, wurde kurzerhand die Übung "300 Meter" abgebrochen und eine 180° Kehrtwendung angeordnet.

Danke Walti!

Fazit: ein orientierungsloser Walti und ein Stefi der es eigentlich hätte wissen sollen !!! (unfahrbar) 2000 HM, 64 Km

6. Tag, 23.3.03

Passubio!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! here we come.

Ja das mit den Bussen ist so eine Sache. Da wird einem nämlich schlecht, Jawohl!

Angekommen auf dem Passo di Fugazo mussten fast alle sich von ihrem Brechreiz erholen, ehe es losgehen konnte. Nach einer 1 ½ stündigen Auffahrt nur auf grobem Schotter (e hure Chrampf) erreichten wir auf 1930 MüM den Passo Pasubio.

Kurze Verpflegung, Urs endlich konntest du mal unterwegs essen, gell?, ging es an die Erkundung der ersten 4 von insgesamt 52 Tunnels des Pasubios. Um nach Rovereto zurück zu gelangen wählten wir eine Route, welche uns der Busfahrer als sehr schön empfohlen hatte. Er sollte recht behalten.

Über Schneefelder und steile Passagen erreichten wir auf gut 2200 MüM die beiden Plateaus welche im 1. Weltkrieg von den Österreichern zur einen und den Italieneren zur anderen Seite benutzt wurden, um sich gegenseitig zu beschiessen. Für uns hiess es aber nun die wohl schönsten und eindrücklichsten Singletrails (alles fahrbar .... gäll Andi) unter die Räder nehmen. Es ging über steile Flanken, auch Andi stieg ab, über Schneefelder entlang am Grat, über Felder, gut zwei Stunden stetig hinunter alles in Richtung Rovereto. Für mich war es die schönste Tour der Woche. Sollten wir wieder an den Gardasee gehen, die Chancen stehen gut, so ist dies dann wieder eine Musstour!

Fazit: glückliche BBTs, 1590 HM, 69 km

7. und letzter Tag, 24.6.03

Easy Ausfahrtour war angesagt ... und es blieb auch dabei. Über Arco ins Hinterland and den Lago di Cavedine fanden wir einen echten Hammer von Singletrail. Abermals nirgends eingetragen! Der Moser kann von uns noch lernen.

Fazit: 1240 HM, 61km

Wenn Engel reisen, so lacht das Wetter sagt das Sprichwort. Die BBT müssen demnach Engel sein. Ausser Dienstag Morgen hatten wir immer strahlenden Sonneschein und schon sommerliche Temperaturen.

Hotel und speziell das dortige Frühstücksbuffet haben voll erfüllt. Stefi vielen Dank für die Empfehlung, Tourbegleitung und in diesem Sinne....next year, same time, same place. ....ebent!

Cheers, God bless the beer and wine makers!

Teilnehmer:

  1. Urs, Charly, Frei
  2. Urs, dr Dachdeggr, ebe dä vo Dietlikon!
  3. Urs, Dr. Feelgood, Güntensberger
  4. Andi, dr Allesfahrer, Dähler
  5. Heinz, Longo, Isler
  6. Walti, dr. Orientierigslos, Meier
  7. Stefi, Mr. Organisator, Bürgin
  8. Jürg, Tschügge, (unknown to the author)
  9. Philippe, dr Schribrling, Matter

Anmerkung Redaktion:

Empfohlen sind die beiden Bike-Führer von Moser 'Gardasee1 (11)' und 'Gardasee2 (12)'. BüliBikeTiger können bei Daniela anfragen ob sie ausgeliehen werden können.

Touren Vorschläge:

1. DSC 10002 - 10006 / Richtung Altissimo (Tour Nr. 42)

2. DSC 10007 - 10010 / Tremalzo 2 (Tour 25), Alternative: Tremalzo 3 (Tour 31)

3. DSC 10020 - 10028 / Pasubio (Tour 21)


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