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Sardinien für Tigerinnen

vom 15. - 22. Mai 2004

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Bericht von Mirjam Stähli, Bülach

Am 15. Mai flogen wir sechs Frauen (Monika Egg, Christa Fischer, Gaby Obrist, Franziska Obrist, Regula Huber-Brun, Mirjam Stähl) von Zürich nach Olbia. Der Flug dauert 1 ½ Stunden mit der Chartergesellschaft von Swiss. Von Olbia fuhren wir mit dem Car nochmals 1 ½ Stunden nach Cala Liberoto. Das gehört zu Orosai und liegt an der Ostküste.

Im Club Hotel Tirreno hatten wir drei Bungalows im Parterre nebeneinader gebucht. Die Bungalows sind sehr gross und die ganze Anlage überhaupt ist sehr schön angelegt. Sardinien ist bekannt für seine wildromantischen Küsten, traumhaften Badebuchten mit glasklarem Wasser und das gebirgige Hinterland mit einer Vegetation, die vor allem im Frühling ihr buntes Kleid zeigt. Das bunte Kleid sahen wir täglich auf unseren Biketouren, die von sehr erfahrenen und immer auf Sicherheit bedachten Leitern geführt worden sind. Ihre Müskelis waren auch nicht ohne!!

Wir sechs Frauen waren auf drei Gruppen verteilt! Wir fuhren auf unzähligen abenteuerlichen Pfaden. Sardinien eignet sich mit seiner einzigartigen Natur und dem milden Klima ganz besonders für MTB Ferien. Wir machten 5 verschiedene Touren, welche von Höhenmetern und Dauer varierten. Die Wege sind gut befahrbar. Es hat aber auch oft Geröll oder Kies. An zwei Tagen bikten wir ein Teil am Strand entlang. Dies war traumhaft! Das Meer ist glasklar, der Sand weiss und das Gefühl von Freiheit und Abenteuer kommt ganz automatisch. Das fahren im Sand geht in die Wädli und an die Ritzel. Wir hatten ja gottseidank Mietvelos und somit konnte uns das Salzwasser und der Sand nicht beindrucken. Das Material konnten wir wieder zurückgeben. In der Hotelanlage hat es eine Bikestation mit Werkstatt. Die Mechs waren etwas rumpelsurig und oft etwas bucklig. Mit unserem weiblichen Charme haben wir ab und zu etwas erreicht! Aber es braucht sehr viel von dem.

Die Woche zu sechst hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten das Gaudi und am Schluss der Woche hat uns das ganze Bikecamp gekannt. Ist doch auch eine Leistung. Wir gehen nicht spurlos an den Menschen vorbei! Was uns natürlich freute. Nebst Biken konnten wir auch noch Joggen und ins Aerobic. Für’s Schwimmen war es noch etwas zu kalt und die Gänge ins Meer hielten sich in Grenzen.

Zu guter letzt noch etwas über das Essen:

Alle Gäste im Hotel Tirreno werden bereits am 1. Abend darüber informiert, dass die Wärmebehälter beim Abendbuffet immer wieder geschlossen werden müssen. Wehe dem, der dies nicht tut, der muss mit einem „Sternetonnenhagel“- wütendem Küchenchef (Maurizio) rechnen! Entweder ist es bis zum heutigen Tag noch nie so weit gekommen, oder die entsprechende Person hat den wütenden Küchenchef nicht überlebt!!! Auf alle Fälle scheint die Drohung zu nützen, denn sollte man einmal im Hunger dieser Aufforderung nicht nachkommen, hagelt es strafende Blicke von anderen Gästen!

Beim Morgenessen sind die selben Blicke meist noch verschlafen und darum völlig ungefährlich. Es sei denn, man erwische im Halbschlaf das falsche Ei aus dem grossen Kochtopf, stellt den Irrtum erst am Platz fest und muss das Ei roh, oder bereits hart gekocht geniessen. Andere lassen ihre Eier stundenlang kochen, vergessen sie ganz, oder suchen ewig nach verschwundenen Eier im Topf...

Spätestens beim Lunchbuffet werden alle wach: „das Folienabreissen“ (ohne Karton) für die Sandwiches ist eine Herausforderung und benötigt alle Sinne, wie auch viel Kreativität! Mein Tipp: Sandwich auf die Folie legen, einrollen und dann mit einer Hand die Folienrolle halten und mit der anderen Hand mit einem scharfen Messer die Folie entzwei schneiden.

Das Essen war genial gut und der entsprechende Wein dazu haben wir auch immer gefunden. Man staune und höre: zu sechst haben wir eine Flasche getrunken!! An was das wohl gelegen hat?


Für die sechs Frauen

Mirjam Stähli, Bülach

Kontakte

Mirjam Stähli
Unterweg 76
8180 Bülach
01/860 82 81
079/422 53 39
01/333 52 37 (g)
staehlibuelach@freesurf.ch

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